Heu- und Strohbrände vorbeugen
Durch Trockenheit, Hitze und Staub kommt es in den Sommermonaten während der Erntezeit immer wieder zu Bränden auf dem Feld und in der Scheune. Die häufigsten Brände hierbei sind Mähdrescherbrände, Flächenbrände (oft als Folge eines Mähdrescherbrands) und Brände durch gärendes Erntegut in der Scheune. Dabei können viele dieser Brände vermieden werden.
Auch bei der Einlagerung sind Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, denn Heu und Stroh neigt bei der Einlagerung durch chemische Reaktionen(Oxidation=>Gärung) zur Selbsterhitzung und anschließender Selbstentzündung. Zur Vorbeugung all dieser Brandgefahren sollte folgendes unbedingt beachtet werden:
- Erntemaschinen sollten regelmäßig auf einwandfreien Zustand überprüft werden. Insbesondere die Auspuffanlage und die sich drehenden Teile bergen ein hohes Risiko durch Überhitzung und sollten daher regelmäßig gewartet werden.
- Während der Erntearbeiten ist Rauchen und offenes Feuer verboten!
- Auf jede Erntemaschine gehört ein Pulverlöscher zur Bekämpfung von Entstehungsbränden.
- Erntegut sollte nur trocken eingefahren werden!
- Die Lagerplätze für das Erntegut sollten aus Sicherheitsgründen eine Grundfläche von 2000 m², das Volumen von 10.000 m³ und die Masse von 1.000 t nicht überschreiten. Um den Lagerplatz ist ein Wundstreifen von 10 m Breite zu ziehen.
- Zwischen eingelagertem Erntegut und elektrischen Anlagen ist ein Sicherheitsabstand einzuhalten. Des Weiteren sind elektrische Anlagen gegebenfalls durch Anbringen von Schutzvorrichtungen zu sichern.
- Bereits ab dem zweiten Tag nach der Einlagerung sind für etwa drei Monate lang regelmäßige Temperaturkontrollen vorzunehmen. (Stichwort "Heusonden")
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